Wohnsiedlung mit Einfamilienhäusern aus der Luft

Zinsentwicklung

Bauzinsen aktuell und ihre Entwicklung

Was Baukredite laut Bundesbank derzeit kosten, wie sich die Zinsen seit 2015 entwickelt haben – und was das für auslaufende Zinsbindungen heißt.

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Zinsen bei rund zehn Jahren Zinsbindung
Effektivzins, Zinsbindung über 5 bis 10 Jahre Tief 2020: 1,09 % · August 2026: 3,81 %
2015 2021 2026
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Beispielrechnung, keine Beratung. Maßgeblich sind die Angebote der Institute.

Redaktion Zinsmatch · Stand

Kurz gesagt

Die Bauzinsen lagen im August 2026 bei 3,81 % effektiv für über 5 bis 10 Jahre Zinsbindung (Durchschnitt aller Neuabschlüsse, Deutsche Bundesbank). Am niedrigsten war das Jahresmittel 2020 und 2021 mit jeweils 1,09 %, der höchste Jahreswert seit 2015 waren 3,73 % im Jahr 2023. Der jüngste Monatswert liegt 2,72 Prozentpunkte über dem Tief; je Prozentpunkt sind das bei 250.000 € Restschuld rund 208 € im Monat.

  • August 2026: 3,81 % effektiv bei über 5 bis 10 Jahren Zinsbindung
  • Tief im Jahresmittel: 1,09 % (2020 und 2021)
  • Höchster Jahreswert seit 2015: 3,73 % (2023)
  • 1 Prozentpunkt bei 250.000 €: rund 208 € im Monat

Wie hoch sind die Bauzinsen aktuell?

Die Bauzinsen liegen aktuell – Stand August 2026 – im Durchschnitt bei 3,81 % effektiv für Kredite mit über 5 bis 10 Jahren Zinsbindung; in diese Klasse fallen zehn Jahre Zinsbindung. Für über 10 Jahre waren es 4,04 %, für über 1 bis 5 Jahre 4,03 %. Die Tabelle zeigt alle Klassen der Zinsstatistik der Deutschen Bundesbank mit Vormonat, Sollzins und der Rate für einen Immobilienkredit über 250.000 €. Es sind Durchschnitte aller neu vereinbarten Wohnungsbaukredite, keine Angebote; was sie für ein Anschlussdarlehen bedeuten, steht unter Zinsen für die Anschlussfinanzierung.

Zinsen für Wohnungsbaukredite nach Zinsbindung, August 2026
ZinsbindungEffektivzinsVormonatSollzinsRate bei 250.000 €
variabel oder bis 1 Jahr4,40 %4,41 %4,31 %1.315 €
über 1 bis 5 Jahre4,03 %3,97 %3,96 %1.242 €
über 5 bis 10 Jahre3,81 %3,78 %3,75 %1.198 €
über 10 Jahre4,04 %3,92 %3,97 %1.244 €
alle Zinsbindungen4,01 %3,94 %3,94 %1.237 €
Durchschnitt aller Neuabschlüsse im August 2026 (vorläufig), über alle Beleihungen und Bonitäten. Sollzins aus dem Effektivzins bei monatlicher Zinsverrechnung zurückgerechnet, Rate mit 2 % anfänglicher Tilgung. Abgerufen am 6. Oktober 2026. Quelle: Deutsche Bundesbank

Wie haben sich die Bauzinsen seit 2015 entwickelt?

Die Bauzinsen fielen von 1,84 % im Jahresmittel 2015 auf ein Tief von 1,09 % (2020 und 2021) und stiegen danach: 2022 auf 2,41 %, 2023 auf 3,73 %. Von 2021 bis 2023 hat sich das Jahresmittel damit auf das 3,4-Fache erhöht – innerhalb von zwei Jahren.

Der höchste Jahreswert seit 2015 ist 3,73 % (2023). 2025 lag das Mittel bei 3,50 %, der jüngste Monatswert im August 2026 bei 3,81 %. Die Reihe zeigt den Effektivzins der Klasse „über 5 bis 10 Jahre“; die Jahresmittel sind aus den Monatswerten der Bundesbank gerechnet.

Effektivzins, Zinsbindung über 5 bis 10 Jahre, Jahresmittel seit 2015
JahrEffektivzins im Jahresmittel
20151,84 %
20161,60 %
20171,67 %
20181,72 %
20191,37 %
20201,09 %
20211,09 %
20222,41 %
20233,73 %
20243,53 %
20253,50 %
2026 (Januar bis August)3,69 %
Jahresmittel aus den Monatswerten berechnet; 2026 läuft noch. Jüngster Monatswert: 3,81 % im August 2026 (vorläufig). Quelle: Deutsche Bundesbank

Was bedeutet die Zinsentwicklung für meine Anschlussfinanzierung?

Wer in der Niedrigzinsphase abgeschlossen hat, trifft bei der Anschlussfinanzierung auf ein anderes Zinsniveau: Von 2016 bis 2021 lagen die Jahresmittel zwischen 1,09 % und 1,72 %, im August 2026 waren es 3,81 % – 2,72 Prozentpunkte über dem Tief.

Als Rechenregel: Ein Prozentpunkt Zinsunterschied macht bei 250.000 € Restschuld rund 208 € im Monat aus (250.000 € × 1 % ÷ 12), also 2.500 € im Jahr. Über zehn Jahre summiert sich das auf bis zu 25.000 €; weil die Restschuld mit jeder Rate sinkt, wird der Zinsanteil daran von Jahr zu Jahr etwas kleiner. Ihre eigene Rate zeigt der Anschlussfinanzierung-Rechner.

  • 1 Prozentpunkt bei 250.000 €: rund 208 € im Monat
  • 0,1 Prozentpunkte: rund 21 € im Monat
  • Stellschrauben für die Rate: Tilgung, Zinsbindung, Vergleich mehrerer Angebote

Gibt es eine Prognose für die Bauzinsen?

Eine verlässliche Prognose für die Bauzinsen gibt es nicht, und Zinsmatch gibt keine ab. Bauzinsen folgen vor allem den Renditen von Pfandbriefen und Bundesanleihen mit langer Laufzeit, und diese hängen von Inflation, Geldpolitik und Konjunktur ab. Seriöse Prognosen nennen deshalb Spannen, keine Werte.

Beeinflussen lässt sich nicht der Zins, wohl aber, wie stark er die eigene Finanzierung trifft:

  • Zins sichern: Ein Forward-Darlehen schreibt den heutigen Zins bis zu 60 Monate im Voraus fest – gegen einen Aufschlag je Monat Vorlauf.
  • Vergleichen: Die Spanne zwischen den Angeboten verschiedener Institute ist oft größer als der Unterschied zwischen zwei Zinsbindungen.
  • Restschuld senken: Jede Tilgung verkleinert den Betrag, auf den ein künftiger Zins wirkt.
  • Zeitpunkt kennen: Was wann ansteht, zeigt der Fahrplan unter Anschlussfinanzierung: wann?.

Woher stammen die Zahlen zu den Bauzinsen?

Die Zahlen stammen aus der MFI-Zinsstatistik der Deutschen Bundesbank: Effektivzinssätze für Wohnungsbaukredite an private Haushalte im Neugeschäft. Jeder Monatswert ist der volumengewichtete Durchschnitt aller Kredite, die Banken in diesem Monat neu vereinbart haben – über alle Beleihungen und Bonitäten, einschließlich Bauspardarlehen. Der Effektivzins der Statistik enthält die Zinszahlungen, aber keine sonstigen Kosten. Die Jahresmittel in Tabelle und Grafik haben wir aus den Monatswerten gerechnet. Die Statistik erscheint monatlich und mit Verzug: Der Stand August 2026 wurde am 6. Oktober 2026 abgerufen und ist vorläufig. Angebote einzelner Institute ändern sich häufiger und können über oder unter dem Durchschnitt liegen.

Nächster Schritt · Forward-Darlehen Heute den Zins sichern, der ab Ihrer Anschlussfinanzierung gilt Bis zu fünf Jahre im Voraus. Stellen Sie ein, wie viele Monate bleiben – der Rechner zeigt den Aufschlag. Mehr erfahren

Häufige Fragen

Woher stammen die Zinswerte?

Aus der MFI-Zinsstatistik der Deutschen Bundesbank: Effektivzinssätze für Wohnungsbaukredite an private Haushalte, Neugeschäft. Die Monatswerte veröffentlicht die Bundesbank; die Jahresmittel haben wir selbst aus den Monatswerten gerechnet. Stand August 2026, abgerufen am 6. Oktober 2026.

Wie hoch sind die aktuellen Bauzinsen für 10 Jahre?

Im August 2026 lag der Durchschnitt für über 5 bis 10 Jahre Zinsbindung bei 3,81 % effektiv, das entspricht rund 3,75 % Sollzins. Bei 250.000 € und 2 % Tilgung ergibt das rund 1.198 € im Monat. Ihr Zins kann je nach Beleihung und Bonität abweichen.

Werden die Bauzinsen wieder sinken?

Das kann niemand sicher sagen. Die Zinsen hängen von Inflation, Geldpolitik und Kapitalmarkt ab. Wir geben keine Prognose ab.

Soll ich mit der Anschlussfinanzierung warten?

Das ist Ihre Entscheidung. Rechnerisch gilt: Warten kann günstiger oder teurer werden, je nachdem, wohin sich der Zins bewegt. Ein Forward-Darlehen nimmt die Unsicherheit heraus, kostet aber einen Aufschlag; es rechnet sich, wenn der Zins bis zum Ablauf um mehr als diesen Aufschlag steigt.

Wie oft ändern sich Bauzinsen?

Banken passen ihre Konditionen teils mehrmals pro Woche an; deshalb sind Angebote meist nur für eine begrenzte Zeit gültig. Die Statistik der Bundesbank erscheint dagegen monatlich und bildet den Durchschnitt eines ganzen Monats ab.

Warum liegt mein Angebot über oder unter dem Durchschnitt?

Weil der Durchschnitt alle Beleihungen und Bonitäten zusammenfasst. Ein niedriger Beleihungsauslauf und eine gute Bonität führen in der Regel zu einem niedrigeren Zins, ein hoher Beleihungsauslauf zu einem höheren.

Quellen

Stand: · Redaktion Zinsmatch · Beispielrechnungen mit Durchschnittszinsen der Bundesbank-Statistik, keine Beratung im Sinne des § 511 BGB. Chancen und Risiken

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